Über uns

Der Algunder Männerchor wurde 1980 als Nachfolger des Männergesangsvereins Algund gegründet und zählt derzeit 26 aktive Mitglieder. Dazu kommen noch unsere Ehrenmitglieder Albin Gamper, Franz Pixner und Mainrad Warger.

Die musikalische Leitung hat seit Oktober 2011 Roland Moosmair aus St. Leonhard in Passeier inne. Er folgte damit auf Meinrad Warger.

Für die Organisation ist Luis Ladurner als Obmann verantwortlich. Er wird in seiner Tätigkeit von sechs Vorstandsmitgliedern unterstützt.

Roland Moosmair – Chorleiter

  • Mit 12 Jahren: Beginn des Klarinettenstudiums an der örtlichen Musikschule Passeier
  • 1992: Leistungsnachweis in Gold für das Instrument Klarinette
  • 1993 – 1997: Besuch von 4 Kapellmeisterlehrgängen des Verbandes der Südtiroler Musikkapellen
  • 1995 – 1997: Besuch eines Dirigenten – Seminars mit erfolgreichem Abschluss (Dirigentendiplom) bei Prof. Hans Obkircher in Meran
  • 1996 - 2011: Kapellmeister der Musikkapelle Rabenstein
  • März 1997 – August 1998: Kapellmeister der MK Gargazon
  • November 1998 – Juni 1999: Besuch der Kirchenmusikschule Meran
  • Januar 1999 – März 2003: Chorleiter des Kirchenchores St. Leonhard
  • November 1999 - Oktober 2005: Besuch des staatlichen Konservatoriums Bozen im Hauptfach Kirchenmusik
  • 2003 – 2004: Leitung einer Singklasse
  • Leitung des Vokalensembles St. Hippolyt (vokale alte Musik)
  • Aktives Mitglied beim Haydn-Orchester Bozen/Trient im Haydn-Chor als Tenorsänger
  • Seit 2011 Chorleiter des Pfarrchores Algund
  • Seit 2011 Chorleiter des Algunder Männerchors

 

Luis Ladurner – Obmann

  • Wohnhaft und verheiratet in Algund

  • Von Beruf Landwirt
  • Seit September 2015 Obmann des Algunder Männerchores.

Vereinsvorstand: Sepp Gamper (Obmannstellvertreter), Konrad Mathà (Kassier), Erwin Oberhuber (Schriftführer), Luis von Pföstl (Tafelmeister), Franz Nagler (Tafelmeister), Erich Christanell (Notenwart)

Dienste: Raimund Raffeiner (Archivar), Sepp Gamper (Gestaltung Schaukasten), Karl Waibl (Vereinschronist), Norbert Thaler (Pflege der Homepage)

 

Der Algunder Männerchor kann auf eine langjährige Tätigkeit zurückblicken. Er tritt zu verschiedenen Anlässen in der Öffentlichkeit auf: bei kirchlichen und weltlichen Feiern, bei Konzerten, Gesangswettbewerben und anderen Gelegenheiten.

Seit 1994 verfügt der Chor über ein Vereinsstatut. Darin sind im ersten Artikel folgende Ziele aufgelistet:

  • die Pflege und Förderung des Chorgesanges unter besonderer Berücksichtigung des alpenländischen Liedgutes;

  • das Mitwirken bei weltlichen und kirchlichen Festen und Feiern der Ortsgemeinschaft;

  • die Pflege der Kameradschaft und der Geselligkeit unter den Mitgliedern;

  • die Pflege von Kontakten zu anderen Gesangsvereinen im In- und Ausland.

Ziel des Chores ist es, Traditionen zu bewahren, zukunftsorientiert zu arbeiten und mit der Musik seine Zuhörerinnen zu begeistern. In regelmäßigen Proben und zusätzlich Stimmbildung bereitet sich der Chor auf seine Auftritte vor. Die Proben finden jeweils am Montag in der Zeit von 19.30 – 21.30 Uhr im Probelokal im Vereinshaus Peter Thalguter in Algund statt. In den Monaten Juli – August finden wegen der Sommerpause keine regelmäßigen Proben statt.

 

Zurzeit singen im Algunder Männerchor:

  1. Tenor: Armin Bacher, Erich Christanell, Stefan Ebenkofler, Hans Erlacher, Franz Leiter, Rudi Schwingshackl, Gerhard Stecher, Hansjörg Hölzl

  2. Tenor:  Oswald Pircher, Raimund Raffeiner , Horst Ortler, Peppi Nischler, Stephan Gutweniger, Sebastian Pircher

  1. Bass: Luis Ladurner, Oswald Schwazer, Walter Lezuo, Norbert Thaler,  Franz Nagler, Josef Gögele, Konrad Mathà

  2. Bass: Hermann Huez, Peter Illmer, Erwin Oberhuber, Luis von Pföstl, Sepp Gamper

Unser Repertoire umfasst sowohl geistliches als auch weltliches Liedgut von einheimischen und internationalen Komponisten, klassische Werke großer Meister und moderne Literatur.

Der Chor unterhält auch freundschaftliche Beziehungen zu Gesangsvereinen im In- und Ausland, so z.B. zum Jodlerclub Stockhorn in Thun (Berner Oberland) und zum Liederkranz NEUFRA 1905 e.V. in Rottweil-Neufra (D).

Zu den Höhepunkten unserer Tätigkeit gehört der „Egen Kirchtag“ (Egenfestl), jeweils am 16.Mai eines jeden Jahres. Das Fest findet zu Ehren des hl. Johannes Nepomuk beim Egenhof statt und ist bei Einheimischen und Gästen sehr beliebt. Unser Dank gilt der Familie Clementi vom Egenhof, die uns die Möglichkeit bietet, dieses Fest jährlich auszurichten.

Ein weiterer Höhepunkt bei den gesellschaftlichen Veranstaltungen ist das Preiswatten, das jährlich Anfang Februar im Vereinshaus Peter Thalguter stattfindet. Auch diese Veranstaltung findet immer den Zuspruch der Teilnehmer.

Unser Schaukasten: Aktuelle Informationen und Bilder finden Sie in unserem Schaukasten  an der „Schaukastenmeile“ auf dem Hans-Gamper-Platz (gegenüber der Gemeinde).

Interessiert mitzusingen?

Stets willkommen sind Interessierte, ob jung oder alt, die Spaß am Singen haben. Unsere Proben sind grundsätzlich offen zum Hineinhören, Mitsingen und Einholen von Informationen. Nimm bitte zuerst mit uns Kontakt auf, damit wir auf deinen Besuch vorbereitet sind. Denke stets daran: Singen fördert die Gesundheit!

Kontaktaufnahme:

Obmann: Luis Ladurner (Klosterbauer), Tel: 347 6805895

Vize-Obmann: Sepp Gamper, Tel: 335 6356900

(oder über eines unserer Mitglieder)

Singen ist gesund
Liebe Leute lasst euch sagen,
für die Lunge, Herz und Magen – ist,
die Wahrheit wird euch kund,
vieles Singen sehr gesund.

Willst du denn,
mein lieber Junge
halten stets gesund die Lunge,
sing im Chor, sing auch allein –
doch erst atmen,
dann geht’s fein.

Auch die Brust,
die wölbt sich weiter,
und der ganze Kerl wird breiter,
und was du noch wissen musst:
Du vertreibst die Hühnerbrust.

Auch die Haltung,
wird ohne Frage,
besser, gerader alle Tage.
Alle Knochen recken sich,
und die Glieder strecken sich.

Singen fördert die Verdauung
und verhindert jede Stauung.
Appetit (und Durst) wird angeregt,
Magendrücken weggefegt.

Auch das Herz
schlägt jugendlicher
und der Herzschlag tickt tackt sicher.
Sauerstoff belebt das Blut –
dazu ist das Atmen gut.

Eines kann ich fest versprechen,
und ich will mein Wort nicht brechen:
Wer lang atmet und lang singt,
es zu hohem Alter bringt.

Das Thurnsteinlied

Mit dem Thurnsteinlied gelang Robert Pan und Willi Lösche ein Volltreffer für die
Männerchorliteratur. 1949 in Innsbruck geschrieben und 1951 in Algund unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt, blieb es seither ein beliebtes Standardwerk. Man darf es ja zugeben: gefühlsbetonte Romantik, vollbeladen mit Inhalten wie Heimattreue, Liebe, Sehnsucht und rückwärtsschauender Wehmut, das ist Männerchorsache. Da zeigt sich, in weinseliger Stimmung, der weiche Kern der strammen Burschen, ohne den sie ja eigentlich gar nicht genießbar sein sollen …

Die Bilder zeigen den Männerchor im Jahr 1960 anlässlich der Erstaufführung der
durch Willi Lösche überarbeiteten Fassung des Liedes „Thurnstein“ im Saal der alten Raiffeisenkasse.

Zu den heute noch lebenden Chormitgliedern zählen: Konrad Unterweger, HorstDonà, Franz Leiter, Walter Dissertori, Erich Achmüller.

Portraits unserer Ehrenmitglieder:

Albin Gamper - Chorgründer, Chorleiter und Ehrenmitglied

Am 28. April erfolgte die feierliche Ernennung des Sängers und ehemaligen Chorleiters Albin Gamper zum Ehrenmitglied unseres Vereins. Damit hat der neu gegründete Algunder Männerchor nun zwei Ehrenmitglieder: Pfarrer Franz Pixner und Albin Gamper. Obmann Hermann Huez und Vize-Obmann Walter Lezuo überreichten dem Initiator der Wiedergründung die Ehrenurkunde. Anschließend wurde im Vereinslokal gesungen und gefeiert.

Ein Porträt von Oswald Pircher:
In Latzfons in eine kinderreiche Familie hineingeboren, lernt Albin die Härten des Lebens frühzeitig kennen. Die wirtschaftlichen Umstände und der Beruf des Vaters führen dazu, dass die Familie zerrissen wird. Der Bub wächst bei fremden Bauersleuten auf. Die Liebe zur Musik, die Vater wie Kinder beseelt, führt sie hin und wieder zusammen. Es ist ein seltenes Glück, wenn der Vater - ein begabter Geigenspieler - dem Kleinen Grundbegriffe des Musizierens beibringt. Das Geigenspiel erlernt der Bub allerdings größtenteils allein. Der erste Auftritt im Kirchenchor, die tiefgehende Erfahrung gemeinsamen Musizierens, das ist Balsam für die Seele des jungen Buben. Unter einfachsten Voraussetzungen macht er große Schritte in eine wundersame Welt, die vor allem eine musische ist. Was das Leben auch sonst an harter Arbeit abverlangt, beglückend ist die Musik. Hartnäckig verfolgt er den Weg in eine  selbstbestimmte Zukunft: späte Lehre unter großen Entbehrungen in Vahrn, besser werden die restlichen Lehr- und Gesellenjahre in Terlan. Jetzt ist er schon ein routinierter Klarinettist und spielt mit einer kleinen Gruppe zur Unterhaltung. Erst als man dadurch auf ihn aufmerksam wird, „darf” er zur Musikkapelle. Und ist mit seiner Zielstrebigkeit und Begabung gleich vorne dran. Der Beruf führt ihn nach Algund. Im Flug erobert er sich auch hier den vordersten Platz. Bei einer Kapelle, die damals weit und breit als beste angesehen wurde, will das schon was heißen! Er ist ein begnadeter Solist, bildet mit strenger Hand unzählige Jungmusikanten aus, gründet eine Algunder Schrammel und ist in Sachen Musik geradezu ein Getriebener. Wie  selbstverständlich beherrscht er Dinge, die so manchen Konservatorium-Abgänger blass aussehen lassen. Seine Tonraumvorstellung reicht an das absolute Gehör, beim Singen ist seine Treffsicherheit wie selbstverständlich. Sein Musikverständnis schult er als eifrigster Konzertbesucher bei den „Großen”, die zu uns kommen. Lauter Voraussetzungen, die das Fehlen einer schulischen Ausbildung wett machen und ihn zur Chor- und Kapellmeisterei prädestinieren. Und so geschieht’s dann auch. Bei Probenarbeiten ist er streng bis unerbittlich. Da kann ihn schon der biblisch „heilige” Zorn packen, wenn ein
weniger Begabter wieder und wieder Frau Musica beleidigt. Für die edelste aller Musen ist kein Einsatz zu groß, kein Weg zu weit, ein Leben lang. Lohn ist ihm eine geglückte Aufführung, die Gewissheit, das Beste gegeben zu haben. Dann ist die Freude unter allen groß, alle Härte und Strenge sind vergessen.
Er hat seine Pflichten, seinen „Auftrag” zurückgelegt, fleißig und rastlos ist er geblieben, der bereits jetzt legendäre Musikant und Fassbinder aus Latzfons, dem Algund so viel verdankt.

Franz Pixner

Hermann Huez – 30 Jahre Obmann des Algunder Männerchores

Ein Porträt von Walter Lezuo:
Als im Jahr 1980 Albin Gamper mit einigen beherzten Sangeskollegen den Algunder Männerchor aus der Taufe hob, war Hermann Huez dabei und übernahm auch gleich das Amt des Obmannes. Mit viel Umsicht und Feingefühl leitete er den Verein und kümmerte sich um die vielen großen und kleinen Aufgaben, die ein Obmann zu erfüllen hat. Der Anfang war sicherlich nicht einfach, denn es gab weder ein Vereinslokal noch Notenmaterial. Aber die Begeisterung bei den Gründungsmitgliedern und auch bei der Vereinsleitung war groß und ließ so manches, was fehlte, in den Hintergrund treten. Albin Gamper war als Gründer und erster Chorleiter ein Garant für musikalische Leistung und Paul Ladurner, der Obmann-Stellvertreter, unterstützte Hermann in seiner vielfältigen Tätigkeit, z.B. bei der Beschaffung eines Vereinslokals. Von Jahr zu Jahr steigerte der junge Verein seine Tätigkeit und wuchs immer mehr in die Dorfgemeinschaft hinein. Ob bei religiösen Festen in der Kirche, bei Heimatabenden, Konzerten oder anderen weltlichen Auftritten - der Algunder Männerchor durfte nicht fehlen. Die Fäden zusammen zu halten und zu sorgen, dass alles klappte, dafür war Hermann als Obmann zuständig und dies gelang ihm hervorragend.
Mit der Zunahme der Aktivitäten wuchs auch die Verantwortung der Vereinsführung, v.a. jene des Obmannes. Heuer organsierte der Algunder Männerchor zum 10. Mal das „EgenFeschtl“, wohl eines der beliebtesten Feste im Jahreskreis in Algund. Wer einmal eine solche Veranstaltung organsiert hat, weiß, wie viel Einsatz und organisatorische Leistung es braucht, damit alles klappt. Auch hier hat Hermann immer seine Führungsqualitäten unter Beweis gestellt und die Verantwortung übernommen. Geselligkeit und Frohsinn waren ihm immer ein Anliegen. Seit jeher legte Hermann Wert auf Kontakte zu anderen Chören im In- und Ausland. Es gab gemeinsame Konzerte, Chorwettbewerbe, Fahrten ins deutschsprachige Ausland und vieles mehr. Die bisher geknüpften Beziehungen werden weiterhin gepflegt. Auch hierbei hat Hermann seine kommunikativen Fähigkeiten zum Wohle unseres Vereins eingesetzt. Zum Dank für seinen unermüdlichen Einsatz für den Algunder Männerchor und für die Dorfgemeinschaft hat der neu gewählte Ausschuss unter der Führung von Obmann Andreas Köhne bei seiner konstituierenden Sitzung am 30. Juni 2010 beschlossen, Hermann Huez zum Ehrenobmann zu ernennen. Der ganze Chor wünscht ihm weiterhin viel Freude und frohe Stunden beim Singen und in der Gemeinschaft mit den Chormitgliedern. Gerne wird man auch weiterhin auf seinen geschätzten Rat hören.
AD MULTOS ANNOS, HERMANN!

Portrait: Meinrad Warger – Chorleiter 1998 – 2010

Meinrad wurde 1938 in Graun im Vinschgau geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Gymnasium des Benediktinerklosters Marienberg in Burgeis. Nach dem Schulabschluss erteilte er Klavierunterricht und verstärkte den Malser Kirchen- und Männerchor. Als er beruflich ins Pustertal über- siedelte, trat er dem Stadtpfarrchor und dem Männergesangsverein Bruneck bei, dessen Chorleiter er von 1967 bis zu seiner Übersiedlung 1973 nach Tscherms war. Auch hier trat er dem örtlichen Kirchenchor bei und übernahm 1978 dessen Leitung, die er über 25 Jahre innehatte. Von 1979 bis 1994 stand er gleichzeitig dem Männergesangsverein Lana vor. Er hatte viele Soloauftritte als Sänger und half  bei verschiedenen Männerchören aus. Vorbildlich war auch sein Engagement im Südtiroler Vokalensemble. Er war Gründungsmitglied und von 1986 bis 1999 mit dabei. Für seine Verdienste wurde er mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet.

Im Dezember 1998 löste Meinrad Warger den damaligen Pfarrer Franz Pixner als Leiter des Algunder Männerchores ab und blieb ihm bis vor kurzem treu. Einige Höhepunkte seiner Amtszeit waren das Frühlingskonzert im Juni 2000, Konzerte mit dem Pfarrchor Algund, dem Orchester der Musikfreunde Meran und dem Kirchenchor Mals, mehrere Adventsingen sowie Festkonzerte anlässlich des 25- und 30-jährigen Bestehens des Algunder Männerchores in den Jahren 2005 und 2010.

Meinrad war auch für seine Geselligkeit bekannt; gerne ging er nach den Proben mit den Sängern zu einem Glas Wein und gab sich mit Begeisterung dem Kartenspiel hin. Am 15. Oktober 2010 übergab Meinrad Warger beim Herbstkonzert den Dirigentenstab an Roland Moosmair aus St. Leonhard in Passeier und blieb dann noch eine Zeitlang dem Chor als erfahrener Sänger erhalten.

Der Algunder Männerchor wünscht ihm weiterhin viel Freude an der Musik und viel Gesundheit!

Roland Moosmair
Luis Ladurner